"Gesundheit und Bildung sind Schlüssel für jede Entwicklung"
Prof. Dr. Franz Nuscheler, INEF

 

Unser Projekt

Die Initiative "Lebens- und Bildungschancen" hat in Allianz mit der Organisation "Lebenschancen International" den Aufbau eines Gesundheits- und Berufsförderungszentrums für die 10.000 Jugendlichen des Distrikts Capiibary im Südosten der Provinz San Pedro ermöglicht, um die Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben der jungen Menschen dort zu verbessern.

Es erfolgte der Aufbau von zwei Gebäuden, in denen ein medizinischer Behandlungsraum mit Sozialapotheke, eine Jugendbibliothek, ein Schulungs- und Leseraum, eine Werkstatt, sowie eine Mehrzweckhalle untergebracht sind.

Die stärksten Bedrohungen der Gesundheit und der weiteren Entwicklung der Jugendlichen im ländlichen Paraguay sind ungewollte frühe Schwangerschaften und illegale Schwangerschafts-abbrüche, Geschlechtskrankheiten und HIV/AIDS

--> siehe "Hintergründe"

Daher wurden 30 Jugendliche dazu ausgebildet, um in dem Zentrum sowie an Schulen und Jugendtreffpunkten Informationsveranstaltungen über die Entstehung von Schwangerschaften, die Ansteckungswege der genannten Krankheiten sowie die Präventionsmöglichkeiten durchzuführen. Damit sollen in zwei Jahren möglichst alle zehntausend 12-19jährigen in dem Distrikt erreicht werden. Ein Allgemeinarzt und eine Gynäkologin kommen in regelmäßigen Abständen von 14 Tagen zu dem Zentrum, um hier Sprechstunden und Beratungen speziell für die Jugendlichen zu halten und der "Sozialapotheke" Medikamente an Bedürftige auszugeben.

Außerdem wurden im Rahmen des Projekts zunächst ca. 30 Jugendliche als Maurer, Schreiner und Holzlackiererinnen ausgebildet. Diese Ausbildungen sollen in den Folgejahren wiederholt werden und landwirtschaftliche Schulungen zur Verbesserung der dortigen Erträge durchgeführt werden. In einer Bibliothek konnen sich die Jugendlichen über praktische Fragen informieren..

Die Trägerschaft für das Projekt hat die Organisation "Lebenschancen International", mit der wir zusammenarbeiten, übernommen. Vor Ort wurden die Baumaßnahme und alle Aktivitäten von der paraguayischen Stiftung "Fundacion Ricardo Boettner" geleitet, die bereits früher Gesundheits- und einkommenschaffende Maßnahmen im Projektdistrikt durchgeführt hatte. Die Baupläne sind in einer Arbeitsgruppe von Hochschullehrern und Studenten der Architektur-Universität in Asuncion erstellt worden. Diese sowie eine größere Zahl von Freiwilligen aus dem Projektort haben die Bauarbeiten zusammen mit einem Bauingenieur und Maurermeister durchgeführt. Nach dem Ablauf der zweijährigen Projektförderung Ende 2006 wird das Zentrum in den Besitz der Gemeinde Capiìbary gehen.

Bau und Einrichtung der beiden Gebäude sowie 13 Monate Personal- und laufende Kosten für die Ausbildungen und Funktion des Zentrums kosteten ca. 76.000 Euro . Davon hat das "Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" die Gewährung eines Zuschusses von 77% zugesagt. 4.000 Euro steuerten die Architekten, Ärzte und eine Lehrerin in Form ehrenamtlicher Arbeiten bei.

Im Mittelpunkt der aktuellen Arbeit des Workshops steht die Erweiterung des Bildungsangebots, inbesondere soll die Bibliothek vergrößert und Computer angeschafft werden. Außerdem soll die medizinische Betreuung durch die Festanstellung Krankenschwester verbessert werden.

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Studenten der Architektur-Universität aus Asuncion begleiten den Aufbau des Bildungszentrums

 

Eines der neugebauten Seminar-Gebäude, rechts im Bild die Kulturhalle

 

Eine Gruppe Jugendlicher mit Ausbildern in der Werkstatt

 

Maschinen in der Werkstatt

 

Pedro (Dritter von rechts), einer der Berufsanfänger des Zentrums, mit seiner Familie